Sheldrake ist Biologe, und beschäftigte sich mit allerlei bisher nicht erklärbaren Vorkommnissen in der Natur. Die Wahrnehmung fremder Blicke war eins seiner Forschungsgebiete. In tausenden von Versuchen wies er nach, das Versuchspersonen merken konnten, wenn ihnen jemand in den Nacken starrt. Die Trefferquote betrug 60 %. Er wiederholte das Experiment, indem er die betreffenden Versuchspersonen durch eine Fensterscheibe von draußen auf den Nacken schauen lies. Die Quote sank auf 55 %, war aber immer noch um einiges über der statistisch anzunehmenden Wahrscheinlichkeit von 50 %. Umgekehrt funktionierte das Experiment nicht. Die Betreffenden merkten es, wenn sie angestarrt werden aber sie merkten es nicht, wenn sie nicht angestarrt werden.

Wir können dieses Experimentes nutzen, um uns von der Mystik weg und zur Wissenschaft hin zu bewegen und nebenbei noch die Wirkung der Vital-Karaffe, Yoga oder Homöopathie erklären.

Was passiert, wenn wir jemanden ansehen?

An dieser Stelle führen wir jetzt einen gar nicht mehr so neuen Begriff ein, der helfen kann, das Phänomen zu verstehen. Er wurde – ebenfalls von einem Biologen – vor 40 Jahren zum ersten Mal benutzt. Die Rede ist von Richard Dawkins, der nicht zufällig inzwischen der Kopf der einflussreichsten atheistischen Organisation der Welt ist.
Der Begriff lautet: Mem.

Herzlotus-Decke

Ein Mem (Mehrzahl Meme) ist ein „Kulturteilchen“ oder eine Informationseinheit, die in Materie eingespeichert ist. Das menschliche Bewusstsein kann Meme in Dingen lesen und einspeichern. Dadurch können Bedeutungsinhalte verstärkt, verändert oder gelöscht werden. Dies erklärt den großen Einfluss der eigenen Weltanschauung auf wissenschaftliche Versuchsreihen.

Wir sprechen hier von einer Form von interkultureller Kommunikation, die aus Sicht der Evolution vollständig Sinn macht. Wasser ist ein perfekter Informationsträger. Es wird in der Homöopathie eingesetzt, um die Information von Wirkstoffen mit Hilfe eines Potenzierungsverfahrens in das Wasser einzuprägen. Aber so leicht, wie sich die Informationen in das Wasser prägen lassen, so leicht können sie auch wieder verändert werden, wenn sie einem anderen Einfluss – zum Beispiel dem menschlichen Bewusstsein – ausgesetzt sind. Feste Materie scheint die Meme dauerhafter speichern zu können, aber auch nur bis zu einem gewissen Grad.

Der Begriff-Schöpfer Dawkins hatte das Wort ursprünglich als nicht-materielles Gegenstück zum Begriff „Gen“ verwendet, um ein Erklärungsmodell entwickeln zu können, wie sich „Ideen, Überzeugungen, Verhaltensmuster“ zwischen Menschen weiter „vererben“ bzw. übertragen lassen.
Erinnerungen werden sicherlich im Gehirn gespeichert. Alle anderen darüber hinausgehenden Informationen im Spektrum unserer Wahrnehmungsfähigkeit scheinen ihren Speicherort außerhalb des Gehirns zu haben – z.B. als Meme in unserem Körpergewebe. Diese Tatsache wird u.a. im Yoga genutzt, wo mit Hilfe von spezifischen Muskelübungen Einfluss auf bestimmte Aspekte die Psyche genommen werden kann. Das Gehirn wirkt hierbei lediglich wie ein Reflektor, der die Meme wahrnehmen und – z.B. mit Hilfe von tiefer Meditation – modifizieren kann.
Jetzt ist auch die Wahrnehmung des Blicks von hinten erklärbar. Unser Blick ist eine Art Zieleinrichtung für die Einprägung von Meme in die Haut oder Kleidung einer anderen Person. Meistens werden dabei Bewertungen übertragen, die wir als Betroffene unmittelbar subtil wahrnehmen können – je nachdem, wie intensiv die Gefühle sind, die mit dem Mem im Zusammenhang stehen. Allerdings dürfte der Blick nicht der einzige Sinn sein, über den Meme übertragen werden. Berührungen oder mentale Aufmerksamkeit dürften ebenfalls eine Rolle spielen.

Basis- oder Ur-Meme

Ähnlich wie unser Bewusstsein bewusst und unbewusst Meme in Materie einprägt funktioniert auch die Vital-Karaffe. Objektive, unter Laborbedingungen durchgeführte Messungen haben ergeben, dass bereits nach einer Minute das Wasser in der Vitalkaraffe eine andere elektromagnetische Frequenz aufweist. Dies ist ein Fakt.

Wäre es möglich, dass das menschliche Bewusstsein allein dafür Verantwortlich ist, dass die Information in dem Wasser ist? ist das bewusste Kippen des Wassers in die Flasche das, was die Aufladung ausmacht? Könnte es sein, dass die Form der Flasche und das eingeprägte Symbol am Flaschenboden keine formbildende Kraft hat, sondern nur als eine Art Verstärker funktioniert? Vielleicht. Allerdings kann durch die Messungen im oben verlinkten Gutachten ein Placebo-Effekt ausgeschlossen werden. Die Information bleibt im Wasser.

Blume des Lebens

Auf der anderen Seite macht es Sinn, von einer Prägung durch Form und Symboliken jenseits des menschlichen Einflusses auszugehen. Das menschliche Bewusstsein kann eingreifen, aber eine formgebende Grundinformation dürfte vorhanden sein, damit die Dinge zu dem werden, was sie sind.

Wir können also von Ur-Meme ausgehen, die sich nicht ohne weiteres Löschen lassen. Sie kommen in der Schönheit eines Wasserfalls zum Ausdruck, aber auch in Kunstwerken und Kultur-Errungenschaften.
Die Vital-Karaffe ist ein solches kleines Kunstwerk. Ihre Form macht sie zu etwas besonderem. Das erschließt sich jedem ohne lange darüber nachdenken zu müssen.
Auch die Blume des Lebens, de auf den Boden eingeprägt ist, hat eine lange kulturelle Vergangenheit und eine eingängige Dynamik.

Wer trotzdem glaubt, mit der Karaffe einem großen Betrug aufzusitzen, wird sicherlich seine Meinung bestätigt finden und mit Hilfe seines Bewusstseins dafür sorgen, dass kein Unterschied im Wasser festzustellen ist. Alle anderen – also sowohl denen, denen es egal ist wie es funktioniert, als auch denen, die an die Wirkung glauben – werden mit dieser Art der Wasser-Veredelung gute Ergebnisse erzielen.

Teil 1: Was bringt die Information in das Wasser?